
Technologisch sind die optischen Prüfanalgen der Firma Brüder Neumeister (NELA) auf die neusten Entwicklungen bei Computerboards, Industriekameras, LED Technik sowie bei mechatronischen Systemen angewiesen. Innovationsgrad und Anspruch des Marktes werden daher gerne als ‚Cutting Edge Technology‘ beschrieben. Den wichtigsten Beitrag zum Erfolg leisten jedoch die Mitarbeiter unserer Firma, gerade auch in den Disziplinen der Bildverarbeitung, Embedded Programmierung und Automationstechnik. Mit der Beteiligung an der Stiftungsprofessur Kollaborative Robotik setzt NELA mittel- und langfristig auf die Ausbildung von Spezialisten aus der Region, die wir für den Geschäftsbereich Vision Inspection Systems begeistern wollen. In der Zusammenarbeit mit der Hochschule in Offenburg sowie anderen Forschungseinrichtungen im Südwesten Deutschlands sichern wir unsere Wettbewerbsvorteile im Kontext der Erwartungen, wie sie Kunden der Fa. NELA unter den Stichworten „Industrie 4.0“ und „Künstliche Intelligenz“ formulieren. Neben der Förderung der regionalen Forschung gibt es daher konkrete Erwartungen, die sich zu einem regionalen Standortvorteil entwickeln können, so Frank Neumeister, Geschäftsführer des Unternehmens.
„Es liegen nur 20km zwischen der Hochschule Offenburg und dem Hauptsitz der Fa. NELA in Lahr. Bei unseren vollautomatischen und z.T. linienintegrierten Prüf- und Sortiersystemen geht es um eine Kombination von hochkomplexer optischer Inspektion mit Automatisierungslösungen und digitaler Vernetzung. In der Produktion der Zukunft werden Digitalisierung und Automatisierung noch eine deutlich größere Rolle spielen. Die Kollaborative Robotik besetzt hier eine wichtige Schnittstelle zwischen Mensch, Maschine und Sensorik. An dieser Expertise wollen wir teilhaben. Durch entsprechende Forschungs- und Transferprojekte mit der Hochschule Offenburg soll direkter Knowhow-Austausch von der Lehre in die Praxis und umgekehrt entstehen. Die Kooperation wird ergänzt durch Angebote von beiden Seiten, wie z.B. Praktika, Werksstudentenverträge, Bachelor- und Masterarbeiten oder Recruiting-Veranstaltungen“.
Die Professur wird von insgesamt 13 Mitgliedsunternehmen des wvib sowie der „Gisela und Erwin Sick Stiftung“ gestiftet. Sie diene dazu, die Ausbildung im Bereich der Kollaborativen Robotik zu fördern, innovieren und wettbewerbsfähig zu machen, erläuterte wvib-Präsident Thomas Burger anlässlich der Überreichung der Stiftungsurkunde am 12. Februar 2019. Zum Sommersemester 2020 soll die Professorenstelle besetzt sein. Herr Tobias Lerch, Entwicklungsleiter der Fa. NELA vertritt das Unternehmen im Stiftungsrat. Insgesamt wird die Professur mit Stiftungsgeldern in Höhe von 1,2 Millionen Euro unterstützt.